Agnihotra – ein heilsames Feuerritual

Seit ich vor einigen Jahren auf das Agnihotra-Feurritual gestoßen bin, habe ich es in mein Leben integriert. Die heilsame Wirkung kann ich nur bestätigen! Und es passt perfekt zum Sonnen-Yoga! In meinen Sonnen-Yoga-Seminaren ist es ein fester Bestandteil geworden.

Das Agnithotra-Ritual wurde bereits in den alten Veden beschrieben. Mit dieser Feuertechnik ist nicht nur die Reinigung der Atmosphäre, des Wassers und der Erde möglich, sondern auch die Harmonisierung von Geist, Seele und Körper. Sie können das Agnihotra-Ritual leicht selbst durchführen. Dazu brauchen Sie die notwendigen Utensilien, eine genau Zeittabelle für den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Kenntnis der beiden Mantras sowie ca. 15 Minuten Zeit. Es kann im Freien oder auch in einem geschlossenen Raum durchgeführt werden. Ein so genanntes Starter-Set, das die notwendigen Utensilien enthält sowie die exakten Zeiten für den Sonnenauf- und Sonnenuntergang können vom Homa-Hof in Heiligenberg bezogen werden.

Das brauchen Sie

  • Agnihotra-Topf 
  • getrockneten Kuhdung
  • Ghee (ausgelassene, geklärte Butter; Butterschmalz)
  • Vollkornreis (Naturreis, ganze ungekochte Körner)
  • eine kleine Schale
  • Zeitentabelle für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang für den jeweiligen Ort
  • genaue (z. B. funkgesteuerte) Uhr
  • Kenntnis der Mantras
  • Streichhölzer (kein Feuerzeug)
  • hitzebeständige Unterlage (z. B. Steinplatte oder Ziegelstein)
  • einen Kompass


Der Agnihotra-Topf ist aus Kupfer und hat eine ganz besondere Form. Er ähnelt hinsichtlich des Neigungswinkels und seiner Form der Cheopspyramide in Ägypten.

 

Der Kuhdung hat eine ganz besondere Funktion. Er ist nicht nur ein Brennmaterial, sondern hat darüber hinaus erstaunliche Eigenschaften. So werden ihm heilende Kräfte zugeschrieben, er enthält sogar einen dem Penicillin ähnlichen Stoff, der desinfizierend wirkt und die Vermehrung krankheitserregender Bakterien bewirkt. Diese Wirkstoffe werden durch den Verbrennungsvorgang freigesetzt und sind zum Großteil in der Agnihotra-Asche enthalten.

 

Das Ghee, das in der ayurvedischen Küche unverzichtbar ist, hat eine reinigende Wirkung, Reis gilt als Symbol für Fülle, Wohlstand, Fruchtbarkeit, Glück und auch für Unsterblichkeit. Übergibt man den mit Ghee ummantelten Reis beim Agnihotra der Flamme, so übergibt man damit symbolisch das Reinste und Beste dem Licht.

 

Die exakten Zeiten, die für Agnihotra erforderlich sind, damit es voll und ganz wirken kann, entsprechen nicht genau den üblichen Zeiten, die von Wetterwarten etc. angeboten werden. Es kann einen Unterschied von fünf bis acht Minuten geben. Dies hängt u. a. mit der optischen Refraktion zusammen. In jedem Fall soll das Feuerritual zu den für das Agnihotra gültigen Zeiten durchgeführt werden.

 

Die exakten Zeiten erfahren Sie auf der Website des Homahofes in Heiligenberg: www.homa-hof-heiligenberg.de. Dort kann man auch vor Ort oder im WebShop das Agnihotra-Zubehör kaufen.

 

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind eine ganz besondere Zeit, in der eine gewaltige Flut an feinstofflicher Energie auf die Erde strömt. In diesen Minuten wird die Verbindung mit der geistigen Sonne, die hinter der sichtbaren stofflichen Sonne steht, und in den Veden genauer beschrieben ist, ermöglicht.

So funktioniert es

  1. Stellen Sie den Agnihotra-Topf auf eine hitzebeständige Unterlage. Die Seiten (nicht die Ecken) sollten nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet sein.
  2. Stellen Sie in einer kleinen Schale etwas mit Ghee vermischten Vollkornreis beiseite. Sie benötigen zweimal eine kleine Menge, die Sie zwischen Daumen, Mittel- und Zeigefinger halten können.
  3. Bestreichen Sie mehrere kleine Kuhdungstücke beidseitig dünn mit Ghee und platzieren Sie sie im Agnihotra-Topf. Als günstig hat sich erwiesen, ein Stück als Basis auf den Boden des Topfes zu legen und die restlichen Stücke darüber zu schichten.
  4. Zünden Sie etwa drei bis fünf Minuten vor Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang ein dünnes Stückchen Kuhdung an. Achten Sie darauf, dass die Luft gut zirkulieren kann.
  5. Singen Sie exakt zur Zeit des Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergangs (laut Zeitentabelle) das entsprechende Mantra und geben Sie jeweils nach dem Wort „swaha” den mit Ghee vermischten Reis in die Flammen.
  6. Das jeweilige Mantra wird nur einmal gesungen! Bleiben Sie danach einfach still am Feuer sitzen und warten Sie bis es erloschen ist.

TIPP: Wenn Sie etwas Kampfer in den Topf geben, brennt der Kuhdung schneller! Sie können aber auch ein in flüssiges Ghee getauchtes Wattebäuschchen benutzen, damit das Feuer gut brennt.

Die Mantras lauten:

 

Bei Sonnenaufgang

„Suryaye svaha, suryaye idam na mama, prajapataye svaha, prajapatye idam na mama“.

 

Bei Sonnenuntergang:

„Agnaye svaha, agnaye idam na mama, prajapataye svaha, prajapatye idam na mama“.

 

Die Mantras müssen richtig ausgesprochen werden, damit sie wirken. Man kann sie durch das Anhören einer Agnihotra-CD erlernen (z. B. von Horst Heigl „Agnihotra - Mantras zum Üben“, Verlag Horst Heigl). Sie sind fast identisch und unterscheiden sich nur durch das Wort „Suryaye“ bei Sonnenaufgang und „Agnaye“ bei Sonnenuntergang. Mit diesen beiden Mantras wird das sichtbare Licht, die Sonne, und auch das unsichtbare, höchste Licht angerufen, das Licht hinter dem Sonnenlicht, aus dem die gesamte Schöpfung lebt.

Agnihotra-Wasser - Detox pur!

Ganz konkret kann die Asche auch zur Selbstheilung angewendet werden, beispielsweise für eine starke körperliche Reinigung. Agnihotra-Wasser besitzt eine maximale Aufnahmefähigkeit für Giftstoffe und entfernt diese zuverlässig aus dem Körper.

  • Füllen Sie einen Topf mit 1 Liter Wasser und geben Sie eine Messerspitze pulverisierte Agnihotra-Asche dazu (mit einem Mörser die Asche zerstoßen und durch ein Sieb geben).
  • Lassen Sie das Wasser bei geöffnetem Deckel 10 Minuten kochen und nehmen Sie es dann vom Herd. Der Kalk und andere feste Stoffe haben sich am Topfboden abgesetzt.
  • Gießen Sie das Wasser in eine Thermoskanne. Achten Sie darauf, dass keine festen Stoffe mit hinein kommen.
  • Trinken Sie das Wasser über den Tag verteilt so heiß wie möglich.

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Marianne Scherer

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